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Abo-Commerce im digitalen Zeitalter

Unabhängig von der Branche trifft derzeit der digitale Wandel Unternehmen immer an zwei Ecken und verändert die Spielregeln auf Märkten, wie auch die Rahmenbedingungen und damit Chancen und Risiken der Geschäftsmodelle.


1. neue Technologien und
2. verändertes Kundenverhalten.

Es ist erkennbar, dass dieser Grundsatz auch für Verlage auf ihrem angestammten Geschäftsfeld der Abonnements gilt.

Wirft man heute allerdings einen Blick auf viele Geschäftsmodelle der digitalen Welt und entsprechende Businesspläne von StartUp´s, insbesondere im eCommerce, so stellt man fest, dass das Generieren von Dauerschuldverhältnissen als Königsweg und Key Success Faktor für wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen gilt.

Interview aus Boardkarte 06/2016 - dem Magazin für Vorstände und Aufsichtsräte

Seit Mitte der 90er Jahre stehen die Verlage im digitalen Umbruch. Damit sind die Verlage, neben bspw. der Musikindustrie, eine der Frontrunner-Branchen der digitalen Transformation, und haben sich – gerade im Vergleich zu anderen Branchen – sehr frühzeitig den massiven Veränderungen der digitalen Welt stellen müssen. Diese Veränderungen waren gekennzeichnet von kontinuierlichen Verkaufsrückgängen im Lesermarkt und heftigen Umsatzrückgängen im Anzeigenmarkt.

Auch über 20 Jahre nach dem Start von Spiegel Online, Stern Online und Bild Online kann aber in den Verlagen die Frage noch nicht beantwortet werden, wie das digitale journalistische Produkt der Zukunft auszusehen hat, wie es in unserer Organisation entsteht und auf welche Weise es den Leser erreicht, so dass es sich für den Verlag rechnet. Es wird in den deutschen Verlagen kaum ein Digital Publishing-Produkt geben, das vollkostengerechnet wirklich Geld verdient. Derzeit ist der Veränderungsdruck in allen Unternehmen der Branche hoch und es wird intensiv gearbeitet.
Dabei ist die strategische Agenda der Verlage heute für nahezu alle Unternehmen gleich:

 

Organisatorischer Veränderungsdruck in Marketing, Vertrieb und Kundenservice

Unternehmen stellen heute fest, dass die klassische Organisation mit Marketing, Vertrieb und Kundenservice als getrennte Verantwortungbereiche mit unterschiedlichen Kulturen und nicht immer deckungsgleichen Zielsetzungen den Anforderungen einer digitalen, konvergenten und vielschichtigen „customer ecosphere“ nicht mehr gerecht werden.

 

Insbesondere im Spannungsbogen Direktmarketing, Online-Marketing, Kundenservice und Callcenter verschwimmen die Disziplinen, die Komplexität steigt. 

Die neuen - gemeinsamen -Anforderungen heissen:

  • multikanal
  • multiprodukt
  • kundenindividuell
  • datenbasiert

Für das Unternehmen ist es wichtig, organisatorische Schritte zu einem integrierten Kundenmanagement zu gehen. Im „age of the customer“ verschmelzen Marketing, Vertrieb und Services. Die Customer Experience und Convenience rückt als zentrales Kriterium in den Vordergrund. Dabei erwartet der Kunde eine Beziehung auf Augenhöhe. Er bevorzugt die mobile Kommunikation und er ist self-service-orientiert, dennoch dürfen spezifische Vorteile der persönlichen Kommunikation nicht verloren gehen: persönliche Zuwendung, soziale Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Übererfüllung von Erwartungen.

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Geschäftsmodelle, Kundenbeziehungen, Marketing & Sales im digitalen Wandel.

 

 

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